Helene Hahn - Building relationships to knowledge - how museums envolve from keepers to shares

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Helene Hahn (bis 2018 Open Knowledge Foundation, Berlin)



Datei:Hahn Building relationships to knowledge.compressed.neu.pdf (CC-BY/4.0)

DOI: http://doi.org/10.7479/39km-5p8w/05

Zusammenfassung

In welchem Kontext agieren Museen heute? Welche Rolle spielt das politische Selbstverständnis der Gesellschaft in der Art und Weise wie Sammlungen kommuniziert und Kulturinteressierte einbezogen werden?

Ein Rückblick auf die Entwicklung der europäischen Museen zeigt, wie sich die Einrichtungen von privaten Studierstuben zu öffentlichen Beteiligungszentren entwickelt haben. Gesellschaftspolitische Prozesse führten zu einem neuen demokratischen Selbstverständnis, zu größeren Freiheiten, zu persönlicher Autonomie und Selbstentfaltung. Das Web als sozialer und politischer Raum ist Ausdruck und Verstärker des neuen Selbstwertgefühls einer demokratischen Gesellschaft.

Dem traditionellen Auftrag der Museen, kulturelles Erbe zu bewahren, steht nun stärker das neue Bedürfnis der Kulturinteressierten gegenüber: das Teilen. Die Expertise der Einrichtungen kann viel breiter geteilt und kommuniziert werden - analog und digital. Bewahren und Teilen brauchen eine stärkere Balance in der Ausrichtung der Museen. Vier Anregungen:

  1. Museen öffnen sich digital, indem sie den freien Zugang und die Nutzung der Digitalisate und Daten ermöglichen.
  2. Teilen erfordert den Mut, Kontrolle abzugeben und Ownership zu hinterfragen.
  3. Prototyping wird zunehmend wichtiger, um die Wirkung neuer und bestehender Beteiligungsansätze besser zu verstehen.
  4. Teilen bedeutet, sich an politischen Diskursen aktiv zu beteiligen.

Die Expertise der Museen - wenn geteilt - stärkt die Demokratie und kann den Einrichtungen größere Relevanz im Alltag verleihen.


Diese Seite wurde zuletzt am 28. August 2018 um 09:49 Uhr geändert.